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MAGAZIN
Donnerstag 22 Dezember 2016Alle Spiele

Die enttäuschendsten Spiele 2016

Rückblickend neigt man oft dazu, sich die Zeit und das Erlebte schöner in Erinnerung zu behalten als es tatsächlich war. Auch im Jahr 2016 ist das nicht anders, denn bei all den unglaublich guten Spielen, die dieses Jahr auf den Markt gekommen sind, sollte man auch nicht auf die immer extremer werdende Ignoranz der Publisher und Spielentwickler vergessen. Mit halbherzigen PC-Ports, schlecht optimierten Spielen, die beim Launch eigentlich unspielbar sind und vielen Spielen, die ein Geschäftsmodell haben, das den Kunden das Geld förmlich aus der Tasche ziehen will, war auch 2016 ein Jahr der vielen Enttäuschungen. Gekoppelt mit der unglaublichen Hype-Maschinerie, die kleine Spiele wie No Man's Sky in unerreichbare Höhen katapultierte, die kein Spiel je erreichen kann, fanden sich viele Spieler belogen und ein bisschen hintergangen.

Dünnes Eis

Dieses Jahr wurden so viele Spiele released wie in keinem Jahr zuvor, und dennoch - bei dieser riesigen Menge an Spielen stechen die größten Enttäuschungen am meisten heraus. Auch wenn es einige gute Spiele dieses Jahr gab, gehen sie in dem Meer von enttäuschenden oder schlicht und einfach schlechten Titeln unter. So wird man sich auch noch in den kommenden Jahren an No Man's Sky erinnern. Das Paradebeispiel eines Spiels, das hohe Erwartungen schürte, bevor es überhaupt auf dem Markt war. Auch Mafia 3 wird seinen kleinen Eintrag in den Gamer-Geschichtsbüchern hinterlassen. Dieses lang erwartete Spiel wurde freudig von vielen Fans der Serie aufgefasst und auch von vielen neuen Spielern angenommen. Doch zahlreiche Gamer wurden bitter enttäuscht. Durch die schlechte Optimierung war das Spiel anfangs keine Freude. Mit seinen endlosen Glitches, Bugs, Grafikfehlern etc. brauchte es einige Patches um das Spiel auch nur halbwegs spielbar zu machen.

Pre-Order Madness

Die Diskrepanz zwischen den Entwicklern, die ein unfertiges Spiel auf den Markt bringen und den immer verrückter werdenden Vorbesteller Boni, die man sich sichern kann, wenn man das Spiel vor dem Release kauft, ist schlicht und einfach pervers. Die Hype-Maschinerie treibt viele Spieler wie eine Herde Kühe direkt auf den Abgrund und somit ihrem Untergang zu.
Je mehr Spieler sich ein Spiel vorbestellen, desto sicherer ist dem Entwickler der Umsatz schon bevor das Spiel fertig ist. Viele Entwickler nutzen das aus, um sich das Geld einzustecken und ein nicht fertiges Spiel auf den Markt zu bringen. Das bedeutet weniger Arbeit und durch die immer höhere Anzahl von Pre-Orders wird die wenige und unzureichende Arbeit der Entwickler auch noch belohnt.
Wir alle, denen die Spieleindustrie am Herzen liegt, sollten wirklich vorsichtig sein. Denn schlussendlich hat der Kunde in einer Marktwirtschaft noch immer die Macht und muss die Industrie zurechtweisen, wenn sie in die falsche Richtung geht.

 

Quelle:

http://www.games-news.de

Bild: © GOG.com